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Freitag
 17:00 - 18:00

Johannes Grenzfurthner

Künstler, Performer

Sex, Pornografie und Innovation

Ein Überblick über die Geschichte von Sex und Technologie.

Wenn wir über die Geschichte der Menschheit reden, müssen wir unweigerlich auch über die Geschichte von Sexualität, Pornografie und Sex-Toys reden.

Von den tausende Jahre alten Höhlenzeichnungen einer Vulva bis zum neuesten Gonzo-VR-Porno-Live-Stream – Technologie, Medien und Sexualität waren schon immer eng miteinander verbunden.

Wir dürfen nämlich die beiden fundamentalen Wahrheiten der menschlichen Spezies nicht vergessen: der Mensch ist ein sexuelles Wesen – und verwendet Werkzeuge. Seit wir über uns, unseren Körper und die lustvollen Möglichkeitsräume unserer Existenz Bescheid wissen, loten wir diese auch aus – und keine gesellschaftlichen Einschränken halten uns lange davon ab.

Bereits vor über 3000 Jahren wussten die Ägypter*innen von der Wirkung des Dildos zur Steigerung des sexuellen Lustempfindens. Sie benutzten damals Ton als Werkstoff. Aus Porzellan gefertigte Dildos gab es bereits im alten China, doch die Wurzeln liegen sogar noch weiter zurück.

Sogar der Internet-Boom der 1990er ist dem Verlangen nach digitaler Pornografie zu verdanken. Es gab tatsächlich einen Tag in der Geschichte des Internets, als mehr als 80% des Traffics „Schmuddelzeug“ waren.

Johannes Grenzfurthner wird sich in seinem Vortrag der Geschichte von Sex und Technologie auseinandersetzen.

Zur Person

Johannes Grenzfurthner ist Künstler, Filmemacher, Autor, Kurator und Gründer der Kunst- und Theoriegruppe monochrom.

Er hat einen Lehrauftrag für Kommunikationsguerilla an der Kunstuniversität Linz und für Kunsttheorie an der Leuphana-Universität in Lüneburg.

  • Er ist Leiter des Festivals Arse Elektronika (Thema: Sex und Technologie) in San Francisco,
  • Veranstalter der “Hedonistika” (Thema: Essen und Technologie) in Montréal und Tel Aviv,
  • Co-Organisator der Roboexotica (Cocktail-Robotik).
  • Sein erster Spielfilm war die Agitprop-Groteske “Die Gstettensaga: The Rise of Echsenfriedl” (2014).
  • Sein ersten Dokumentarfilme waren “Traceroute” (2016) und “Glossary of Broken Dreams” (2018).
  • Er arbeitet derzeit an seinen Spielfilmen “Je Suis Auto” und “Masking Threshold”.
  • Er hielt Vorträge auf/an: SXSWi, O’Reilly ETech, FooCamp, Maker Faire, HOPE, Chaos Communication Congress, Google (Tech Talks), ROFLCon, Ars Electronica, Transmediale, Influencers, Biennale Sao Paulo, Mozilla Drumbeat Barcelona, Columbia University, Carnegie Mellon University.
  • Über ihn oder seine Projekte wurde bereits in der New York Times, Liberation, Spiegel, San Francisco Chronicle, CNN, Playboy, Reuters, Slashdot, Boing Boing, New Scientist, The Edge, LA Times, NPR, ZDF, Gizmodo, io9, Wired, Süddeutsche Zeitung, CNet oder dem Toronto Star berichtet.

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