Gleichwertigkeit, Selbstbestimmung und eine bejahende,
positive Haltung zu Sexualität bestimmen die sexpositive Haltung.

Was bedeutet sexpositiv?

Sexualität als bereichernder Teil der Lebensenergie, den Menschen in unterschiedlichen Facetten ausleben. 

Immer mehr Menschen – zumindest in der westlichen Welt – leben ihre Sexualität und ihre Beziehung(en) vor dem Hintergrund einer sich stetig veränderten gesellschaftlichen und kulturellen Struktur in neuen Formen:

  • Gleichwertigkeit, Selbstbestimmung und eine bejahende, positive Haltung zu Sexualität prägen das Verständnis, wenn es um sexuelle Handlungen geht.

  • Tabus und Normen sind pluralistischen, sexuellen und hedonistischen Erfahrungsräumen gewichen. Sie ermöglichen individuelle Freiheiten und Spielarten.
     
  • Konsensuelles Verhalten ist notwendige Bedingung für ein gelungenes, sexuelles Erlebnis. Ebenso wichtig ist der achtsame und bewusste Umgang mit sexueller Gesundheit – also dem Einhalten von Safer-Sex-Regeln.

Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung, Lebens- und Beziehungsformen sind variabel, wählbar und nicht für immer festgeschrieben. 

  • Szenen und Subkulturen, in denen Menschen ihre unterschiedlichen sexuellen Vorlieben, Neigungen und Orientierungen ausleben können, differenzieren sich aus, wachsen und wandern von der Peripherie Richtung Zentrum.

  • Diese materiellen und ideellen Orte geben immer mehr Menschen eine (sexuelle) Heimat, die keine Lust (mehr) auf die Vorgaben der Mehrheitsgesellschaft haben.
  • Selbstreflexion
  • Konsens
  • Differenzierung
  • Selbstbestimmung
  • Identität
  • Orientierung
  • Achtsamkeit
  • Gender
  • Körper
  • Beziehung(en)
  • Begehren
  • Weiterentwicklung
  • Verantwortung
  • Lust
  • Liebe
  • Die Vertreter*Innen der einzelnen sexpositiven Szenen setzen sich nicht nur bewusst mit Intimität, Begehren, Lust und Erregung auseinander, sondern forschen auch nach Gegenentwürfen zu tradierten (heteronormativen, monogamen) Beziehungsmodellen.

Das Miteinander ist geprägt von einem hohen Maß an Bewusstheit, Selbstreflexion und dem Etablieren von neuen Regeln und Codes. 

  • In einem ebenso bunten wie differenzierten Nebeneinander entwickelt sich ein selbstbewusster und selbstbestimmter Umgang mit dem eigenen Körper und der Lust